Wir WAGEN: Raum für das, was fehlt.
Rest in Love.
Freitag, 20.11.,
Samstag, 21.11.
Totensonntag, 22.11.2026
jeweils von 17:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Bauwagen im Quartier an der Trinitatiskirche, Kirchenstraße 40, 22767 Hamburg

(C) Johanna Maria Lühmann
Rund um Totensonntag lädt das Format EndlichZeit mit dem Bauwagen im Quartier zu einem besonderen Erinnerungsraum ein.
Unter dem Motto „Wir WAGEN: Raum für das, was fehlt.“ entsteht ein offener Ort für Menschen, die erinnern, schweigen, erzählen oder einfach einen Moment verweilen möchten.
Eine Stadt ist mehr als Straßen und Häuser. Sie lebt von den Menschen, die sich begegnen. Manche Nachbarinnen und Nachbarn bleiben flüchtige Gesichter. Andere werden Teil unseres Alltags – mit einem freundlichen Gruß, einem kurzen Gespräch zwischen Tür und Angel, einer helfenden Hand oder einfach dadurch, dass sie da sind. Wenn sie nicht mehr da sind, verändert sich etwas. Nicht nur in ihrem Zuhause, sondern auch in unserer Nachbarschaft. Das Gefüge ändert sich. Es entsteht eine Lücke, die schmerzt, weil jemand fehlt.
Eine Lichtinstallation lädt dazu ein, Namen, Worte oder kleine Erinnerungen aufzuschreiben und sie ins Licht zu stellen. Aus vielen persönlichen Gedanken entsteht ein gemeinsames Zeichen der Verbundenheit – für Menschen, die unser Leben, unsere Familien und unsere Nachbarschaft geprägt haben. Denn nicht nur Angehörige fehlen. Auch die freundliche Nachbarin, der Mensch von gegenüber, der vertraute Plausch auf der Straße oder das Lachen im Treppenhaus hinterlassen Spuren. Ein Quartier erinnert sich – und lebt von diesen Erinnerungen.
EndlichZeit möchte zeigen: Trauer erfordert nicht unbedingt einen Rückzug. Manchmal braucht sie einen Ort mitten im Leben. Einen Ort, an dem das Fehlende ausgesprochen werden darf und das Bleibende sichtbar wird.
Rest in Love. Hier gibt es keine Antworten auf das Warum. Aber es gibt Werkzeuge, um mit dem Fehlenden zu leben. Um Lücken nicht zu verdrängen, sondern sie gemeinsam in das Leben einzubauen. Denn was fehlt, bleibt Teil unserer Geschichte – und darf einen Platz behalten.
So wird aus vielen einzelnen Erinnerungen ein gemeinsamer Raum: für Trauer, für Liebe und für die Gewissheit, dass Verbundenheit nicht mit dem Tod endet.