Demenz

 „Gott hält uns alle in seiner Hand”
Arbeitshilfe zu Gottesdiensten gemeinsam gefeiert mit Menschen mit Demenz“

Wir möchten Sie anregen, Gottesdienste für Menschen mit Demenz in Ihren Kirchen sowie in Alten- und Pflegeheimen Ihres Kirchenkreises durchzuführen. Ideen zum Ablauf, alles, was Sie bei Ihrer Organisation beachten sollten, Literaturhinweise und Ansprechpartner finden Sie in knapper Form in dieser Handreichung. Die Handreichung ist im Rahmen des Werkstattgottesdienstes Demenz auf dem 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2013 in Hamburg entstanden.

Weitere Exemplare können Sie bei Interesse beziehen bei: Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig Holstein, Tel. 040-609264-20, Fax 040-30857986, info@demenz-sh.de (Schutzgebühr 2,50 Euro + Portokosten) Handreichung Demenzgottesdienste


Wenn die alte Welt verlernt wird – Umgang mit Demenz als gemeinsame Aufgabe

Veröffentlichung der Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKD, Februar 2015

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Achtsamer Umgang

Wie verständige ich mich mit einem Demenzkranken? Wie begegne ich ihm? Und wie kann ich ihn unterstützen?
Die Diakonie Stiftung MitMenschlichkeit hat einen Demenz-Knigge zum achtsamen Umgang mit den Erkrankten entwickelt:
Der Demenz_Knigge


Begegnungsräume schaffen :  Schwerpunkt: Planung von (Gemeinde-) Veranstaltungen

Diese Checkliste entand im Rahmen der “Werkstatt GemeindeLeben mit Demenz”. SIe möchte Anregungen geben, wie (Gemeinde-) Veranstaltungen so gestaltet werden können, dass Begegnungsräume für Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen entstehen.

Checkliste Begegungsräume


Zwei Zucker- ein kurzer Film über Demenz, Familie, Beziehung, Liebe und Überforderung im Alltag

Klara und Anton haben ihr gesamtes Leben zusammen verbracht. Über die Jahre ist Antons Demenz stärker geworden, sein Bewusstsein lässt nach und er fängt an zu vergessen – manchmal sogar den Namen seiner Frau.

Infos zum Film 


Der Demenz-Code

Der Demenz-Code wurde von der Stiftung Würde  in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gerontopsychiatrie  (IGP) herausgegeben. Es handelt sich um einen 8-seitigen Sonderdruck, der im Umgang mit demenziell erkrankten Menschen unterstützen und das Verstehen ihres oftmals besonderen Handelns vereinfachen soll. Der Demenz-Code steht kostenlos als download zur Verfügung.


Unsere Buchtipps (die Liste wird noch erweitert)

Das Herz wird nicht dement (Udo Baer/Gabi Schotte-Lange), 9. Auflage, 2017

Demenz ist mehr als Gedächtnisverlust. Demenz beeinflusst Gefühle, die gesamte Art, wie Menschen sich und ihre Welt erleben. Wertschätzend und warmherzig beschreiben die Autor*innen die Innenwelten von Demenzkranken, angereichert mit vielen Praxisbeispielen. Besonders berührt hat mich die Geschichte, wie ein mitgebrachter Schneeball bei einer Heimbewohnerin das „Fenster der Gefühle“ in ihre Kindheit öffnet und plötzlich Schneemänner mit Kohleaugen und der Schlitten unter dem Weihnachtsbaum ganz lebendig werden. Es gibt eine Brücke, über die wir auch unerreichbar scheinende Menschen noch sehr lange erreichen können, es ist dies das „Gedächtnis des Leibes und des Herzens“, denn das Herz wird nicht dement.

 Ein halber Held (Andreas Wenderoth, Blessing Verlag, 2016)

Vater und Sohn sind Männer des Wortes: der Vater war Rundfunkredakteur, der Sohn ist Journalist. Um das Wort, um das Sprechen geht es in diesem Buch und über den Verlust der Sprache durch die Demenz. Der Sohn entdeckt im Gespräch mit seinem Vater, wie sich die Sprache verändert. Sie wird kreativ und unkonventionell. Sein Vater bemerkt offensichtlich, dass er etwas wissen müsste, es aber nicht mehr weiß und versucht, diese Schwierigkeit zu umschiffen und entwickelt dabei entzückende Sprachbilder, wie das, das den Titel für das Buch liefert. „Entschuldige mich bitte für meine Inhaltslosigkeit, aber ich bin doch nur ein halber Held.“ Diese Sprache zwischen Einsicht und Hilfslosigkeit berührt, sie macht die Personen so menschlich. Und so gelingt dem Autor etwas Ungewöhnliches: Dort, wo Kommunikation als gleichberechtigter Austausch eigentlich nicht mehr möglich ist, wo die Gefühle eine viel größere Rolle spielen, bleibt die Sprache zwischen den beiden Wortkünstlern ein verbindendes Band. Jedes Schicksal ist in der Demenz ein besonderes Schicksal. Es gibt so viele individuelle Ausprägungen und in diesem Buch wird ein ganz spezieller Aspekt auf sehr berührende Art geschildert. Das Buch erweitert den Blick und beeindruckt durch die respektvolle, präzise Beschreibung.

Auszüge aus der Buchbesprechung von Hanna Kappus (LotsenBüro und Alzheimer Gesellschaft Hamburg)

Die magische Welt von Alzheimer (Huub Buijsen, Beltz Verlag, 2016, 4. Auflage )

Aus der Sicht des Psychologen, aber auch als Sohn einer an Demenz erkrankten Mutter, zeigt Huub Buijsen in diesem Buch, dass hinter den für uns oft sinnlos anmutenden Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz immer eine gewisse Logik steckt, die wir nur lernen müssen zu deuten. Und er zeigt uns, dass sich Menschen mit und ohne Demenz in der Sehnsucht nach Lob, Anerkennung und Bestätigung nicht wirklich unterscheiden. Ergänzt um viele konkrete und leicht umsetzbare Ratschläge hilft das Buch dabei den Umgang und das Zusammenleben mit Menschen mit Demenz angenehmer und erfüllter zu gestalten .