Demenz

In unserer Gesellschaft des langen Lebens wird Demenz mehr und mehr zur Alterskrankheit der Zukunft. In Deutschland leben gegenwärtig mehr als 1,6 Millionen Menschen mit  einer demenziellen Erkrankung, davon  30.000 in Hamburg . Bei den über 80jährigen ist inzwischen nahezu jeder Dritte betroffen, daneben nimmt aber auch die Zahl der Früherkrankten (vor dem 65. Lebensjahr /ab dem 50. Lebensjahr) stetig zu. Pro Jahr kommen fast 300.000  Neuerkrankungen dazu, bis  2050 , so die Prognose, wird sich die Zahl der Erkrankten auf 3 Millionen erhöhen. Man  geht davon aus, dass bald jede Familie in irgendeiner Form davon betroffen sein wird. Lt einer aktuellen DAK-Studie  ist die Angst  an einer Demenz zu erkranken bei den über 60jährigen inzwischen sogar größer, als die Angst vor Krebs oder  einem Schlaganfall.

Demenz wird daher zu einem Thema, das uns alle angeht und uns als Kirche in besonderer Weise herausfordert. Viele Demenzkranke leben mitten unter uns – als Verwandte, Freunde, Nachbarn. Manche haben sich viele Jahre lang in ihrer Kirchengemeinde engagiert. Zunehmend sind sie auf Hilfe angewiesen – auf aufmerksame Menschen, die den Erkrankten mit Geduld begegnen, ihre Würde achten und ihnen Orientierung und Schutz geben. Demenz verändert das Leben der Betroffenen gravierend und alle Betroffenen, ob Kranke oder Angehörige sind schnell isoliert.

In der  ‘Fachstelle Demenz’  werden  alle Aktivitäten zum Thema Demenz gebündelt und koordiniert.

Informationen und Ideen für die Praxis finden Sie hier:  Arbeitshilfen