Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

Anfang und Ende von Himmel und Erde –

ökofeministische Perspektiven

Auch Himmel und Erde haben Anfang und Ende, davon erzählen viele biblische Texte. Eine ökofeministische Auslegung der biblischen Schöpfungsberichte liest diese jedoch weniger alsTatsachenberichte, sondern vielmehr als Hinweise für die Gestaltung der Zukunft. In den Texten entdeckte Richtlinien wie Artenvielfalt und vegane Ernährung geben den Ergebnissen dieser »Grünen Hermeneutik« eine erstaunliche Aktualität. Dabei werden die Schöpfungsberichte wie auch die Offenbarung des Johannes als Gegenerzählungen zur jeweiligen Zwangsherrschaft verstanden. Denn sie setzen der Ausbeutung von Mensch und Natur ein gleichberechtigtes Miteinander zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen wie auch zwischen den Geschlechtern entgegen.

>>> Referentin: Dr. Michaela Will,

Pastorin im Frauenwerk des Kirchenkreises

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

 

Anfang und Ende

in jüdischem Leben

In jüdischem Leben und Handeln sind Anfang und Ende, Ende und Anfang zwei Begriffe in einem Zyklus von der Zeit zur Ewigkeit. Geburt ist eine Erneuerung der Vergangenheit, und unmittelbar bevorstehender Tod ist der Anfang von einer neuen Gegenwart. Das jüdische Leben ist auf das Diesseits konzentriert. Im täglichen Gebet wird Gott die Fähigkeit zuerkannt, dass er die Toten auferstehen lassen kann. Zitat/Amida: »Wer ist wie du, Herr der Allmacht, und wer gleichet dir, König, der tötet und belebt und Erlösung erwachsen lässt«. Der Tod gehört zum Leben, wie die Nacht zum Tag.

Referent: Dr. Navon, Landesrabbiner

der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hamburg

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

Geschenktes Leben?

Das Wunder des Geborenseins

Als ein Wunder, das »den Gang menschlicher Dinge immer wieder unterbricht und von dem Verderben rettet, das als Keim in ihm sitzt«, bezeichnete die jüdische Religionsphilosophin Hannah Arendt das Geborensein. Die Tatsache der Geburtlichkeit oder »Natalität« gab ihr Mitte des letzten Jahrhunderts Hoffnung für ein Leben der Menschheit nach der Shoah. Arendt lenkte den Blick darauf, dass das Geborensein den Menschen wesentlich von Gott in seinem ewigen Dasein unterscheidet. Damit steht sie einer langen Tradition von Denkern gegenüber, die die Unterscheidung von Schöpfer und Geschöpf in der Sterblichkeit oder Endlichkeit sehen. Was verändert sich, wenn man auf die Begrenztheit des menschlichen Lebens nicht von seinem Ende, sondern vom Anfang her blickt?

>>>  Referentin: Dr. Rinja Müller,

Pastorin in der Stephanskirche, Schenefeld

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

Grenzen respektieren – Grenzen überwinden:

Was uns die Grenzen des Lebens lehren

Unsere Erfahrungen, was wir als Grenzen erleben, verschieben sich im Laufe des Lebens. Unsere persönlichen Verhältnisse, aber auch körperliche Möglichkeiten und kulturelle Prägungen verändern unser Gefühl dafür, welche Verhältnisse uns grenz- wertig oder als Grenze des Erträglichen erscheinen. Außerdem scheinen die weltweiten Entwicklungen immer mehr Grenzen zu überschreiten – in der Forschung, in der Moral und im Leben zwischen den Kulturen. Was

 

bedeuten uns Grenzen im Leben? Wie gehen wir mit den Veränderungen dieser Grenzen um?

Referent: Stephan Pohl-Patalong, Pastor im Kirchenkreis,

Organisations-/Personalentwicklung

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

Grenzenlosigkeit und Grenzsicherung –

und das Leben dazwischen

Im Streben nach Freiheit und Entfaltung sehen sich Menschen durch Grenzen eingeschränkt. Dabei erleben wir heute widersprüchliche Entwicklungen: Einerseits sollen Menschen, die auf der Suche nach Freiheit, Frieden und Wohlstand sind, daran gehindert werden, die staatlichen Grenzen in die reichen Länder zu überwinden. Mit technischen, sogar militärischen Mitteln werden die Grenzen in den »freien Westen« undurchlässig gemacht. Andererseits gibt es Appelle nach globaler Grenzenlosigkeit aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Kultur, um die Probleme dieser Welt gemeinsam zu bewältigen. Wie leben wir mit diesem Zwiespalt? Sichern Grenzen Freiheit? Ist Freiheit nur grenzenlos erfahrbar? Und welche Grenzen zieht christliche Freiheit?

>>> Referent: Thomas Drope, Propst im Kirchenkreis

>>> Termin: 18.01.2019

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

An den Grenzen des Lebens:

Was können und sollen wir tun – und was nicht?

Insbesondere angesichts von Grenzerfahrungen stellen sich uns grundlegende ethische Fragen. Intensiv sind denn auch die Diskussionen, die im Blick auf Anfang und Ende des Lebens geführt werden. Entscheidend für die Urteilsfindung ist, dass die Kriterien erkennbar sind, die den Argumentationen zugrunde liegen. Was sind nun Kriterien, die sich auf der Grundlage des christlichen Glaubens im Blick auf die Fragen ergeben, die sich hinsichtlich des Umgangs mit dem Leben an seinem Anfang und Ende stellen? Und was bedeuten sie für die Urteilsfindung in den auch unter Christen und in der Kirche strittigen konkreten Fragen? Darüber soll in dem Vortrag grundsätzlich und anhand ausgewählter Beispiele nachgedacht werden.

Referentin: Dr. Monika Schwinge, Pröpstin em.

 

Kosten: 4,00 Euro

Meine Heimat – Eine kreative Schreibwerkstatt

Wo sind eigentlich unsere Wurzeln? Was ist für uns Heimat? Ein Ort? Ein Land? Menschen?  Nur ein Wort, das uns nichts sagt? Wann fühlen wir uns heimisch bzw. eingebunden?
Was brauchen wir überhaupt, damit dieses Gefühl entsteht?

Diesen Fragen werden wir im Workshop nachgehen und dabei gemeinsam kurze und längere Schreibformen ausprobieren, unsere Texte diskutieren und viel Spaß miteinander haben.

Es gibt Getränke und einen kleinen Imbiss.

Termin: Freitag, 9. November 2018, 14 bis 18 Uhr

Ort: Gemeindehaus der Kirchengemeinde Blankenese, Mühlenberger Weg

Leitung: Paul Steffen, Fachstelle Engagementförderung, Ute Zeißler

Referentin:  Claudia-Maria Schneider, freie Autorin, arbeite seit über 30 Jahren mit Schreibgruppen ganz unterschiedlichen Alters.

Anmeldung: bis Montag, 5. 11.18 an Paul Steffen, paul.steffen@kirchenkreis-hhsh.de

Kosten: keine

Exkursion der Wohnwerkstatt: Offene Nachbarschaft Kiwittsmoor

Ü 50*, gemeinsam älter werden

Diese Gruppe ist ein Teil des Wohnprojektes „Offene Nachbarschaft Kiwittsmoor“, zusammen mit Jung & Alt, Frauenquartier & Insel e.V. streben sie ein gemeinschaftlich sozial engagiertes Wohnen von Frauen und Männern in Kontakt, Begegnung, Verantwortung und Privatsphäre an.
Wichtig ist allen das Zusammenleben in der Gemeinschaft u.a. durch Nutzung und Gestaltung der Grünanlagen, des Gemeinschaftsraumes (Yoga-, Chor- und Tischtennisgruppe) und internen Festen (von Konfirmationen bis white dinner) sowie nach außen gerichteten Flohmärkten.

Das von „Ü 50″* bewohnte Haus besteht aus 15 Nachbarinnen und Nachbarn.

Bei Kaffee/ Tee und Keksen  möchten wir von den „Nachbar*innen“ erfahren, was ihre Beweggründe für einen Umzug in diese Anlage waren und wann nach ihrer Erfahrung ein guter Zeitpunkt für einen Ortswechsel ist. Welche ihrer Wünsche und Visionen haben sich verwirklicht, wo reiben sie sich an der Realität und gibt es Pläne gibt es für die Zukunft?

Es wird Gelegenheit geben, Ihre eigenen Fragen zu stellen und eine Wohnung zu besichtigen.

Ort: Gemeinschaftsraum, Offene Nachbarschaft Kiwittsmoor e.V · Ochsenweberstr. 39 · 22419 Hamburg (ÖPNV: U1 Richtung Norderstedt Mitte, Kiwittsmoor)

Termin: Freitag, 9. November 2018, 16 bis 18 Uhr

Referent:  Manfred Niemann, ONK

Leitung:    Ute Zeißler

Kosten:     keine

Anmeldung: bis 5.11.2018, Ulrike Dorner 040/589 50 253, ulrike.dorner@kirchenkreis-hhsh.de

 

*Ü50= über fünzig Jahre alt

Heimat – Ein Ort oder ein Gefühl – Ein Workshop

Wenn ich über meine Wohnperspektive nachdenke, die für mich passt, wenn ich älter werde, komme ich um den Begriff Heimat nicht herum. War Heimat wirklich nur da, wo meine Wiege stand, spielt er heute keine Rolle mehr oder habe ich mir als erwachsener Mensch eine neue Heimat aufgebaut? Was würde ich aufgeben, wenn ich diesen Ort noch einmal verlasse? Oder ist Heimat ein Gefühl, dass mich weiterhin begleiten kann und was muss ich dafür tun, wenn Veränderungen anstehen, um das Gefühl mitzunehmen?

Ein Abend für alle, die über einen adäquaten Wohnort für das Älterwerden nachdenken und sich gemeinsam mit anderen über Verwurzelung und Neuanfang austauschen möchten.

Was brauche ich, um mich beheimatet zu fühlen?
Kreative Methoden regen Erinnerungen an und die Auseinandersetzung darüber, ob und wie wichtig Heimat für uns ist.

Es wird Getränke und einen Imbiss geben.

Termin:          Donnerstag, 8. November 17.00 bis 20 Uhr

Ort:                 Kirchengemeinde zu den 12 Aposteln, Elbgaustraße 140, 22457 Hamburg

Leitung:          Wera Lange und Ute Zeißler

Kosten:           5 Euro, vor Ort zu zahlen

Anmeldung:   bis Donnerstag 1.11.2018 bei Ulrike Dorner, Tel: 040/580 50 253 oder Ulrike.dorner@kirchenkreis-hhsh.de

Ich kann – Ich will – Ich muss! Arbeit im Alter. Eine Fachtagung

Viele Ältere arbeiten, obwohl sie schon in Rente sind. Laut Statistischem Bundesamt ist jede/r Siebte der 65- bis 70-Jährigen erwerbstätig.

Den einen reicht das Geld zum Leben nicht. Anderen ist es wichtig, auch weiterhin ihr Wissen und ihre Erfahrung im beruflichen Kontext einzubringen. Das extra verdiente Geld können sie gut zur Sicherung des Lebensstandards gebrauchen. Gut Ausgebildete machen mit 60 einen Neustart und bauen sich eine 2. Karriere auf. Selbständige sind schon immer anders mit dem Berufsverlauf umgegangen. Andere wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben und engagieren sich deshalb ehrenamtlich. Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit, sie schließt Familienarbeit und Freiwilligenarbeit mit ein. In einer Gesellschaft des langen Lebens verändert sich auch die Arbeitswelt.

 

Vortrag

Arbeiten trotz Rente – wie der demographische Wandel die Arbeitswelt verändert

Margaret Heckel, Volkswirtin, Politikjournalistin

 

Impulse im Anschluss an das Referat

– Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO

– Henning von Vieregge, Mainz

– Anneliese Kron, seniorTrainerin Hamburg

Workshops

Gutes Leben im Alter – Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO

Zufrieden und arbeitsfähig älter werden im Beruf – Karin Haist, Körberstiftung

Infos rund um die Rentengesetzgebung – Sozialverband Deutschland (SoVD)

Nebenan braucht Ehrenamt – Henning von Vieregge, Mainz

Podium

mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Gewerkschaft
Moderation: Gudrun Nolte, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Termin:        Dienstag, 23. Oktober 2018, 10 – 16 Uhr

Ort:                 Hamburg, Rauhes Haus (Wichernsaal), Horner Weg 190

Leitung:        Petra Müller, Fachstelle Alter der Nordkirche

Margit Baumgarten, Fachstelle Familien

Inge Kirchmaier, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Kosten:         25 Euro (inkl. Verpflegung)

Anmeldung:    Fachstelle Alter der Nordkirche, Angela Lückfett, 0431/55 779 127

angela.lueckfett@senioren.nordkirche.de

Veranstalter:  Fachstelle Alter, Fachstelle Familien, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

ich kann-ich will-ich muss-23.10.2018-Flyer

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