„Da kann ja jeder kommen…“ – Fachtag Demenz in Kirchengemeinden

Der Fachtag mit dem Titel  „Da kann ja jeder kommen…“ –  Wege zu einer demenzsensiblen Kirchengemeinde“  wurde im Rahmen der Werkstatt „GemeindeLeben mit Demenz“ vorbereitet.  Als Referentin für den Impulsvortrag konnten wir Antje Koehler gewinnen, Autorin des Fachbuchs „Seelsorge und Predigt für Menschen mit Demenz“ und Lehrbeauftragte an der TH Köln. Von 2012 bis 2017 hat sie für die Landesinitiative Demenz-Service in NRW ein Pilotprojekt zum Thema „Gaben und Aufgaben demenzsensibler Kirchengemeinden“ initiiert und begleitet. Am Nachmittag bieten vier Workshops (u.a. zu den Themen: Gestaltung von Gottesdiensten, Achtsamkeit und Kommunikation, intergenerative Projekte) die Möglichkeit, einzelne Themen praxisbezogen zu vertiefen.

Der Fachtag richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche in Kirchengemeinden sowie an potenzielle  Netzwerk- und Kooperationspartner*innen in Quartier und Nachbarschaft sowie an weitere kreative Ideengeber*innen.

Anmeldungen bitte an die Arbeitsstelle „Leben im Alter“ im Kirchenkreis Hamburg-Ost (Martina Alt). E-Mail: lebenimalter@kirche-hamburg-ost.de, Telefon: 040-519 000 899. Dort können auch gedruckte Versionen angefordert werden.

Den Flyer können Sie hier runterladen.

GemeindeRäume-neu denken. Impulse für heute und morgen

Fachtagung der evangelischen Kirchen im Norden in Kooperation mit der evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD (EAfA).

Angestoßen durch den 7. Altenbericht der Bundesregierung hat die EAfA 2017 das Projekt „Sorgende Gemeinde werden“ gestartet. Sie hat zu einem Symposium eingeladen und Materialien veröffentlicht. In 2018 und 2019 laufen dazu regionale Kooperationsveranstaltungen. Die letzte findet am 21. März in Hamburg statt.

Anmeldungen über: Fachstelle Alter der Nordkirche, Angela Lückfett, Telefon: 0431-55779127, angela.lueckfett@senioren.nordkirche.de

Hier kommen Sie zum Programmflyer

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

An der Grenze unseres Lebens

reicht unsere Sprache oft nicht aus

…um zu sagen, was wir meinen oder glauben. Wie sage ich Jemandem, dass er sterben wird? Wie sage ich, dass ich sterben möchte? Wie spricht einer, der stirbt? Am Ende des Lebens werden wir vorsichtig und weichen gern aus. Wie lässt sich verstehen, was Menschen meinen? Wo finden wir Anleitungen oder Hinweise? Die Palliativmedizin versucht, den Menschen im Sterben mit Fürsorge zu ummanteln. Gibt es dafür auch eine angemessene Sprache? Anregungen aus Seelsorge, Psychologie und Medizin werden uns helfen, das Vokabular zu erweitern.

>>>   Referentin: Sabine Denecke, Pastorin der Beratungsstelle

für kirchliche Arbeit des Kirchenkreises

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

 

»Hinterm Horizont geht’s weiter…« –

über das Leben nach dem Tod

»Glauben Sie, fragte man mich, an ein Leben nach dem Tode.Und ich antwortete: Ja. Aber dann wusste ich keine Auskunft zu geben…«. Worte von Marie Luise Kaschnitz. Was ist, wenn unser Leben an die letzte Grenze tritt? Kommt da noch was? Und wenn ja, was dürfen wir hoffen? Was glauben – angesichts des Todes? Diese Fragen beschäftigen uns in diesem Vortrag. Wir kommen ins Gespräch mit einigen Versuchen, Auskunft zu geben über das, was über die Grenzen unseres Lebens hinausgeht. Wir denken nach über das Verhältnis von Zeit und Ewigkeit. Und wissen am Ende, hoffentlich, etwas mehr.

Referentin: Dr. Birgit Vočka, Pastorin in Ellerbek

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

Anfang und Ende von Himmel und Erde –

ökofeministische Perspektiven

Auch Himmel und Erde haben Anfang und Ende, davon erzählen viele biblische Texte. Eine ökofeministische Auslegung der biblischen Schöpfungsberichte liest diese jedoch weniger alsTatsachenberichte, sondern vielmehr als Hinweise für die Gestaltung der Zukunft. In den Texten entdeckte Richtlinien wie Artenvielfalt und vegane Ernährung geben den Ergebnissen dieser »Grünen Hermeneutik« eine erstaunliche Aktualität. Dabei werden die Schöpfungsberichte wie auch die Offenbarung des Johannes als Gegenerzählungen zur jeweiligen Zwangsherrschaft verstanden. Denn sie setzen der Ausbeutung von Mensch und Natur ein gleichberechtigtes Miteinander zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen wie auch zwischen den Geschlechtern entgegen.

>>> Referentin: Dr. Michaela Will,

Pastorin im Frauenwerk des Kirchenkreises

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

 

Anfang und Ende

in jüdischem Leben

In jüdischem Leben und Handeln sind Anfang und Ende, Ende und Anfang zwei Begriffe in einem Zyklus von der Zeit zur Ewigkeit. Geburt ist eine Erneuerung der Vergangenheit, und unmittelbar bevorstehender Tod ist der Anfang von einer neuen Gegenwart. Das jüdische Leben ist auf das Diesseits konzentriert. Im täglichen Gebet wird Gott die Fähigkeit zuerkannt, dass er die Toten auferstehen lassen kann. Zitat/Amida: »Wer ist wie du, Herr der Allmacht, und wer gleichet dir, König, der tötet und belebt und Erlösung erwachsen lässt«. Der Tod gehört zum Leben, wie die Nacht zum Tag.

Referent: Dr. Navon, Landesrabbiner

der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hamburg

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

Geschenktes Leben?

Das Wunder des Geborenseins

Als ein Wunder, das »den Gang menschlicher Dinge immer wieder unterbricht und von dem Verderben rettet, das als Keim in ihm sitzt«, bezeichnete die jüdische Religionsphilosophin Hannah Arendt das Geborensein. Die Tatsache der Geburtlichkeit oder »Natalität« gab ihr Mitte des letzten Jahrhunderts Hoffnung für ein Leben der Menschheit nach der Shoah. Arendt lenkte den Blick darauf, dass das Geborensein den Menschen wesentlich von Gott in seinem ewigen Dasein unterscheidet. Damit steht sie einer langen Tradition von Denkern gegenüber, die die Unterscheidung von Schöpfer und Geschöpf in der Sterblichkeit oder Endlichkeit sehen. Was verändert sich, wenn man auf die Begrenztheit des menschlichen Lebens nicht von seinem Ende, sondern vom Anfang her blickt?

>>>  Referentin: Dr. Rinja Müller,

Pastorin in der Stephanskirche, Schenefeld

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

Grenzen respektieren – Grenzen überwinden:

Was uns die Grenzen des Lebens lehren

Unsere Erfahrungen, was wir als Grenzen erleben, verschieben sich im Laufe des Lebens. Unsere persönlichen Verhältnisse, aber auch körperliche Möglichkeiten und kulturelle Prägungen verändern unser Gefühl dafür, welche Verhältnisse uns grenz- wertig oder als Grenze des Erträglichen erscheinen. Außerdem scheinen die weltweiten Entwicklungen immer mehr Grenzen zu überschreiten – in der Forschung, in der Moral und im Leben zwischen den Kulturen. Was

 

bedeuten uns Grenzen im Leben? Wie gehen wir mit den Veränderungen dieser Grenzen um?

Referent: Stephan Pohl-Patalong, Pastor im Kirchenkreis,

Organisations-/Personalentwicklung

 

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

Grenzenlosigkeit und Grenzsicherung –

und das Leben dazwischen

Im Streben nach Freiheit und Entfaltung sehen sich Menschen durch Grenzen eingeschränkt. Dabei erleben wir heute widersprüchliche Entwicklungen: Einerseits sollen Menschen, die auf der Suche nach Freiheit, Frieden und Wohlstand sind, daran gehindert werden, die staatlichen Grenzen in die reichen Länder zu überwinden. Mit technischen, sogar militärischen Mitteln werden die Grenzen in den »freien Westen« undurchlässig gemacht. Andererseits gibt es Appelle nach globaler Grenzenlosigkeit aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Kultur, um die Probleme dieser Welt gemeinsam zu bewältigen. Wie leben wir mit diesem Zwiespalt? Sichern Grenzen Freiheit? Ist Freiheit nur grenzenlos erfahrbar? Und welche Grenzen zieht christliche Freiheit?

>>> Referent: Thomas Drope, Propst im Kirchenkreis

>>> Termin: 18.01.2019

Akademie Theologie 2019 „Anfang & Ende“

An den Grenzen des Lebens:

Was können und sollen wir tun – und was nicht?

Insbesondere angesichts von Grenzerfahrungen stellen sich uns grundlegende ethische Fragen. Intensiv sind denn auch die Diskussionen, die im Blick auf Anfang und Ende des Lebens geführt werden. Entscheidend für die Urteilsfindung ist, dass die Kriterien erkennbar sind, die den Argumentationen zugrunde liegen. Was sind nun Kriterien, die sich auf der Grundlage des christlichen Glaubens im Blick auf die Fragen ergeben, die sich hinsichtlich des Umgangs mit dem Leben an seinem Anfang und Ende stellen? Und was bedeuten sie für die Urteilsfindung in den auch unter Christen und in der Kirche strittigen konkreten Fragen? Darüber soll in dem Vortrag grundsätzlich und anhand ausgewählter Beispiele nachgedacht werden.

Referentin: Dr. Monika Schwinge, Pröpstin em.

 

Kosten: 4,00 Euro